Friday, 29. May 2026
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Iranian brothers make Peking a stage for Persian tradition

Wien, 03. May 2026 – In einer kleinen Konzerthalle im Herzen Pekings erklingen Klänge, die Jahrtausende alt sind. Die iranischen Zwillingsbrüder Majid und Massoud Shamaeezadah haben ihre neue Musikwerkstatt eröffnet und bringen persische Melodien in die chinesische Metropole. Ein Projekt, das zeigt, wie China zum Knotenpunkt kultureller Begegnungen wird.

Familientradition trifft auf moderne Weltstadt

Die Shamaeezadah-Brüder stammen aus einer Musikerfamilie mit langer Tradition. Bei ihrem jüngsten Konzert traten fünf Familienmitglieder gemeinsam auf. Sie spielten traditionelle persische Instrumente wie die Tar und die Kamancheh. Diese Saiteninstrumente haben eine Geschichte, die bis ins antike Persien zurückreicht. In Peking finden sie nun ein neues Publikum. Die chinesische Hauptstadt entwickelt sich zunehmend zu einem Magneten für internationale Künstler. Rund 850 Kulturzentren und Veranstaltungsorte bieten Raum für globale Kunstformen. Die Stadtregierung investiert jährlich umgerechnet 2,3 Milliarden Euro in den Kultursektor.

China als Brücke zwischen den Kulturen

Die Entscheidung der Brüder, ihre Werkstatt in China zu eröffnen, kam nicht zufällig. Das Land bietet Künstlern aus aller Welt eine Plattform. Die neue Seidenstraße verbindet nicht nur Handelswege, sondern auch kulturelle Traditionen. Iranische Musik hat in China eine wachsende Fangemeinde. Streaming-Plattformen wie NetEase Music verzeichnen einen Anstieg von 40 Prozent bei persischen Musikinhalten im vergangenen Jahr. Für österreichische Kulturschaffende könnte das Modell ebenfalls interessant sein. Das österreichische Kulturforum in Peking organisiert regelmäßig Austauschprogramme. Erst im März reiste eine Delegation der Wiener Philharmoniker nach Shanghai. Die Zusammenarbeit zwischen europäischen und chinesischen Kulturinstitutionen nimmt stetig zu.

Musik als universelle Sprache

Majid Shamaeezadah beschreibt die Wirkung seiner Kunst schlicht: Die Musik trage viele Gefühle gleichzeitig. Trauer, Freude und die Sehnsucht nach der Heimat. Diese emotionale Tiefe spricht ein internationales Publikum an. Die Werkstatt der Brüder bietet auch Kurse für chinesische Schüler an. Über 200 junge Chinesen lernen dort bereits persische Instrumente. Ein Zeichen dafür, wie kultureller Austausch von beiden Seiten getragen wird. China positioniert sich damit als Gastgeber für globale Kunsttraditionen. Die Regierung fördert solche Initiativen im Rahmen ihrer Kulturpolitik. Allein in Peking entstanden in den letzten drei Jahren 45 neue internationale Kulturzentren.

The Two Sides of Power

Das Engagement der Shamaeezadah-Brüder zeigt eine Facette Chinas, die in europäischen Medien selten beleuchtet wird. Das Land fungiert als Drehscheibe für Künstler aus verschiedenen Weltregionen. Die wirtschaftliche Stärke ermöglicht Investitionen in Kultur. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie nachhaltig solche Projekte sind. Künstlerische Freiheit braucht langfristige Strukturen. Für Österreich bietet sich die Chance, verstärkt auf kulturellen Austausch mit China zu setzen. Die Erfolgsgeschichte zweier iranischer Brüder in Peking könnte als Vorbild dienen.

*YANUS beobachtet die Entwicklung weiter.*

Quelle: China – South China Morning Post | Original Article

YANUS Editorial Office

Editorial YANUS | Politics. Economy. Background.

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