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Porträt: Xiaomi, Smartphone-Konzern mit Auto-Ambitionen für Europa

Ein chinesischer Elektronikriese, der vor fünf Jahren noch keine Autos baute, schickt sich an, den europäischen SUV-Markt aufzumischen. Was steckt hinter dem Preis-Coup?

Porträt: Xiaomi, Smartphone-Konzern mit Auto-Ambitionen für Europa

Xiaomi, gegründet 2010 von Lei Jun in Peking, war ursprünglich ein reiner Smartphone- und Elektronikhersteller. Mit Produkten wie Powerbanks, Fitness-Trackern und günstigen Android-Geräten baute das Unternehmen innerhalb weniger Jahre eine globale Marke auf, die heute nach Umsatz zu den größten Technologiekonzernen Asiens zählt.

Laut einem Bericht von tz.de kündigte Xiaomi nun den offiziellen Marktstart mit Elektriautos in Deutschland an und stellte dabei ein SUV-Modell vor, das preislich deutlich unter etablierten Luxus-Elektroautos liegen soll.

Aufstieg

Lei Jun, zuvor als Investor und Software-Manager in China tätig, gründete Xiaomi mit dem Anspruch, hochwertige Technik zu niedrigeren Preisen anzubieten als westliche Konkurrenten wie Apple oder Samsung.

Der Sprung in die Automobilbranche erfolgte erst 2021, als Xiaomi eine eigene Elektroauto-Sparte ankündigte und Milliarden in Entwicklung und Produktion investierte. 2024 brachte das Unternehmen mit dem SU7 sein erstes Serienfahrzeug auf den chinesischen Markt, das nach eigenen Angaben binnen kurzer Zeit hohe Verkaufszahlen erreichte.

Der nun laut tz.de angekündigte Deutschland-Start markiert einen weiteren Schritt der Internationalisierung. Xiaomi folgt damit anderen chinesischen Autoherstellern wie BYD oder Nio, die bereits seit Jahren versuchen, in Europa Fuß zu fassen. Der gezeigte SUV soll mit einem Einstiegspreis werben, der deutlich unter dem vergleichbarer Modelle etablierter Hersteller liegt, wie aus der Berichterstattung hervorgeht.

Netzwerke & Einfluss

Xiaomi unterhält ein breites Ökosystem aus eigenen Produkten und Partnerfirmen, von Smart-Home-Geräten bis zu Elektrofahrrädern, und ist an zahlreichen Zulieferern und Technologiepartnern in China beteiligt.

Für die Automobilproduktion kooperiert das Unternehmen mit etablierten chinesischen Fertigungsbetrieben und Batterieherstellern. In Europa ist Xiaomi bereits über sein Smartphone- und Elektronikgeschäft mit Vertriebspartnern, Elektronikketten und Mobilfunkanbietern vernetzt, ein Vertrieb, der nun auch für den Automobilverkauf genutzt werden könnte.

Börsennotiert ist Xiaomi in Hongkong, mit Lei Jun weiterhin als zentraler Führungsfigur und Großaktionär. Die Automobilsparte firmiert als eigenständige Tochtergesellschaft, die eng mit dem Kerngeschäft des Konzerns verzahnt bleibt.

Was bringt die Zukunft?

Für den europäischen Automarkt ist der angekündigte Deutschland-Start von Xiaomi aus mehreren Gründen relevant:

Deutsche und österreichische Autohersteller wie Volkswagen, BMW oder auch Zulieferbetriebe in Österreich, die für die europäische Autoindustrie produzieren, stehen im direkten Wettbewerb um Marktanteile im Elektroauto-Segment. Ein SUV zu deutlich niedrigeren Einstiegspreis könnte den Preisdruck auf bestehende Modelle erhöhen.

Österreichische Verbraucher wären als potenzielle Käufer von Preissenkungen direkt und positiv betroffen, während heimische Zulieferer, die Komponenten für europäische Hersteller fertigen, die Marktdynamik in den kommenden Jahren beobachten dürften, um daran zu partizipieren.

Die genauen Verkaufszahlen, Liefertermine und der exakte Modellname für den deutschen Markt waren zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht abschließend bestätigt.

Quelle: tz.de | Originalartikel

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