Зірковий хімік Канади переходить до Китаю: передача знань чи витік мізків?
Ein hochdekorierter Wissenschaftler verlässt den Westen und geht nach Guangzhou. Der Fall Pawliszyn wirft unbequeme Fragen über Forschungsfreiheit, Talentabwanderung und Chinas systematische Rekrutierung westlicher Spitzenkräfte auf.
Wien, 19. April 2026. Janusz Pawliszyn, 71-jähriger Träger der höchsten Auszeichnung des Chemical Institute of Canada und Fellow der Royal Society of Canada, hat sich der Sun Yat-sen Universität in Guangzhou angeschlossen. Die chinesische Hochschule verkündete den Coup am 9. April. Was auf den ersten Blick wie ein später Karriereschritt eines Emeritus wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung ein Muster, das westliche Regierungen zunehmend beunruhigt.
Мережа з китайським корінням
Pawliszyn ist kein unbeschriebenes Blatt in der chinesischen Wissenschaftslandschaft. Der gebürtige Pole betreute während seiner Karriere an der University of Waterloo mehr als 110 Master- und Doktoranden sowie nahezu 200 Postdoktoranden und Gastwissenschaftler. Ein erheblicher Teil davon stammte aus China. Einer seiner ehemaligen Schützlinge ist Ouyang Gangfeng, der 2004 bis 2005 als Postdoktorand in Pawliszyns Labor arbeitete. Heute ist Ouyang selbst Professor, an derselben Sun Yat-sen Universität, der sich sein ehemaliger Mentor nun anschließt. Die Verbindungen reichen also Jahrzehnte zurück.
Канадська програма талантів під тиском
Pawliszyn war Inhaber eines Canada Research Chair, jener prestigeträchtigen Forschungsprofessuren, mit denen Ottawa seit dem Jahr 2000 Spitzenwissenschaftler im Land halten will. Das Programm investiert jährlich über 300 Millionen kanadische Dollar in die Bindung von Exzellenz. Dass ein derart geförderter Forscher nun ausgerechnet nach China wechselt, wirft Fragen auf. Zwar ist Pawliszyn im Pensionsalter und formal nicht mehr an öffentliche Fördermittel gebunden. Doch das über Jahrzehnte akkumulierte Wissen, die Netzwerke, die Methoden, all das nimmt er mit.
Kanada und seine Five-Eyes-Partner beobachten chinesische Rekrutierungsprogramme seit Jahren mit Argwohn. Das berüchtigte „Tausend Talente“-Programm Pekings wurde wiederholt kritisiert, weil es westliche Wissenschaftler systematisch abwirbt, oft unter Verschleierung der Verbindungen zu chinesischen Institutionen. Ob Pawliszyn über ein solches Programm rekrutiert wurde, ist nicht bekannt. Die Sun Yat-sen Universität äußerte sich dazu nicht.
Що це означає для Європи?
Для Австрії та ЄС цей випадок є тривожним сигналом. Європейські університети також підтримують тісну співпрацю з китайськими партнерами. Обмін студентами та дослідниками є частиною повсякденного академічного життя. Однак межа між законною співпрацею та стратегічним витоком знань стає все більш розмитою. Брюссель відреагував ухваленням Постанови про іноземні субсидії та посиленням перевірок безпеки дослідницьких проєктів. Чи цього достатньо, залишається під питанням.
Gerade in sensiblen Bereichen wie Chemie, Biotechnologie und Materialwissenschaften, Pawliszyns Spezialgebiet ist die analytische Chemie mit Anwendungen in Medizin und Umweltforschung, kann Know-how dual genutzt werden. Zivile Forschung heute, militärische Anwendung morgen. Diese Sorge treibt westliche Sicherheitsbehörden um.
Дві сторони сили
Наука живе обміном, відкритими кордонами мислення. Але коли Пекін систематично вербує найкращих на Заході, обмежуючи при цьому доступ до китайських досліджень, виникає асиметрія. Януш Павлішин може розглядати свій перехід як особисте рішення. Для Заходу це частина більшої картини: боротьба за технологічну перевагу давно ведеться і в лабораторіях. YANUS продовжує стежити за цією темою.