Freitag, 29. Mai 2026
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Trumps Zölle treffen Europa – und diesmal ist es ernst

Nach dem „Liberation Day“ 2025 ist die alte Welthandelsordnung Geschichte. Was das für österreichische und deutsche Unternehmen bedeutet.


Wien, 6. April 2026 – Es war der 2. April 2025 – der sogenannte „Liberation Day“. Donald Trump verkündete im Rosengarten des Weißen Hauses umfassende Zölle auf fast alle Importe in die USA.

Ein Jahr später sind die Folgen spürbar – und dauerhafter als viele gehofft hatten.


Europas Dilemma

Europäische Unternehmen stehen zwischen drei Fronten: amerikanischer Protektionismus, chinesische
Überkapazitäten, regionale politische Instabilität. Das Vertrauen der Wirtschaft ist erschüttert.

In Deutschland ist die Gewinnmarge von Unternehmen außerhalb des Finanzsektors in den letzten drei
Jahren um 5 Prozentpunkte gesunken – in manchen Branchen deutlich mehr.


Was Österreich betrifft

Österreichs Exportwirtschaft ist stark von stabilen Handelsbeziehungen abhängig. Maschinenbau, Automotive-Zulieferer, Chemie – all diese Branchen spüren den Gegenwind aus Washington und Peking.

Gleichzeitig wächst Deutschlands Handel mit Osteuropa stärker als der Gesamtaußenhandel. Polen gewinnt als Partner an Bedeutung. Eine Chance – aber auch eine Notlösung.


Die neue Normalität

Ökonomen rechnen für 2026 mit einem globalen Wachstum von 2,4 bis 2,5 Prozent – unter dem Vorkrisenniveau. Die Rezession ist vorbei. Ein echter Aufschwung bleibt aus.


Die zwei Seiten der Macht

Zölle sind keine Wirtschaftspolitik – sie sind Machtpolitik. Trump setzt Handel als Waffe ein. Europa muss entscheiden: Mitspielen oder eine eigene Strategie entwickeln.

Die Zeit läuft ab.


YANUS analysiert weiter: Welche österreichischen Branchen sind am stärksten betroffen?

YANUS Redaktion

Redaktion YANUS | Politik. Wirtschaft. Hintergründe.

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