Donnerstag, 16. Juli 2026
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China & Asien

Wintersport in Wuhan: Ein Kunstschnee-Tempel für 400.000 Besucher im Jahr

35.000 Quadratmeter, konstant minus 6 Grad, 1 Milliarde Yuan Investition. Das Ice Snow Center in Wuhan zeigt wie China Wintersport demokratisiert – und was das mit den Olympischen Spielen zu tun hat.

Wien, April 2026 – Wuhan liegt in Zentralchina. Schnee gibt es hier selten. Trotzdem eröffnete am 8. August 2024 – dem symbolischen Datum der Olympischen Eröffnung 2008 – das Ice Snow Center: 35.000 Quadratmeter künstliche Schneefläche, konstant minus 6 Grad Celsius, eine Anfängerpiste.

In zwei Jahren: 400.000 Besucher.

Das Projekt hinter den Zahlen

Die Investition beläuft sich auf 1 Milliarde Yuan – umgerechnet rund 130 Millionen Euro. Finanziert von einem Dreierkonsortium: der Provinzregierung Hubei (Abteilung Kultur und Tourismus), der Greenland Construction Group und der China Construction Group.

Zwei Phasen sind geplant: Indoor-Anlage jetzt, Outdoor-Erweiterung später. Das Sicherheitskonzept ist streng – kein Detail fehlt in der Planung.

Olympia als Treiber

China hat seit den Winterspielen 2022 in Peking massiv in Wintersport investiert. Das Ziel: 300 Millionen Chinesen für Wintersport begeistern. Das Ice Snow Center in Wuhan ist Teil dieser nationalen Strategie – Wintersport als Breitensport, nicht als Elitesport.

Österreich ist eine Weltmacht im Wintersport. China baut diese Infrastruktur gerade erst auf – aber mit staatlicher Finanzierung und nationalem Willen im Rücken. Für österreichische Ausrüstungshersteller und Skischulen könnte das eine enorme Chance sein. Falls sie schnell genug sind.

YANUS Redaktion

Redaktion YANUS | Politik. Wirtschaft. Hintergründe.

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