Nach dem „Liberation Day“ 2025 ist die alte Welthandelsordnung Geschichte. Was das für österreichische und deutsche Unternehmen bedeutet.
Wien, 6. April 2026 – Es war der 2. April 2025 – der sogenannte „Liberation Day“. Donald Trump verkündete im Rosengarten des Weißen Hauses umfassende Zölle auf fast alle Importe in die USA.
Ein Jahr später sind die Folgen spürbar – und dauerhafter als viele gehofft hatten.
Europas Dilemma
Europäische Unternehmen stehen zwischen drei Fronten: amerikanischer Protektionismus, chinesische
Überkapazitäten, regionale politische Instabilität. Das Vertrauen der Wirtschaft ist erschüttert.
In Deutschland ist die Gewinnmarge von Unternehmen außerhalb des Finanzsektors in den letzten drei
Jahren um 5 Prozentpunkte gesunken – in manchen Branchen deutlich mehr.
Was Österreich betrifft
Österreichs Exportwirtschaft ist stark von stabilen Handelsbeziehungen abhängig. Maschinenbau, Automotive-Zulieferer, Chemie – all diese Branchen spüren den Gegenwind aus Washington und Peking.
Gleichzeitig wächst Deutschlands Handel mit Osteuropa stärker als der Gesamtaußenhandel. Polen gewinnt als Partner an Bedeutung. Eine Chance – aber auch eine Notlösung.
Die neue Normalität
Ökonomen rechnen für 2026 mit einem globalen Wachstum von 2,4 bis 2,5 Prozent – unter dem Vorkrisenniveau. Die Rezession ist vorbei. Ein echter Aufschwung bleibt aus.
Die zwei Seiten der Macht
Zölle sind keine Wirtschaftspolitik – sie sind Machtpolitik. Trump setzt Handel als Waffe ein. Europa muss entscheiden: Mitspielen oder eine eigene Strategie entwickeln.
Die Zeit läuft ab.
YANUS analysiert weiter: Welche österreichischen Branchen sind am stärksten betroffen?









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