Saturday, 3. October 2026
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US-Bundesstaat Minnesota ermittelt gegen Einwanderungsbehörde wegen möglicher Entführung

Minnesota ermittelt gegen US-Einwanderungsbehörde ICE wegen Festnahme eines Hmong-Amerikaners, Verdacht auf Entführung und Freiheitsberaubung.

US-Bundesstaat Minnesota ermittelt gegen Einwanderungsbehörde wegen möglicher Entführung

Ein außergewöhnlicher Konflikt zwischen lokalen Behörden und der US-Bundesregierung sorgt derzeit in den Vereinigten Staaten für Aufsehen. Der Bezirk Ramsey County im Bundesstaat Minnesota untersucht die Festnahme eines US-Bürgers mit asiatischen Wurzeln durch Bundesbeamte als möglichen Fall von Entführung, Einbruch und Freiheitsberaubung.

Der Staatsanwalt von Ramsey County, John Choi, und Sheriff Bob Fletcher gaben am Montag auf einer Pressekonferenz bekannt, dass sie Informationen vom US-Heimatschutzministerium (DHS) angefordert haben. Die Ermittlungen betreffen die Festnahme des 56-jährigen ChongLy „Scott“ Thao, eines Amerikaners mit Hmong-Hintergrund, die am 18. Jänner stattfand und auf Video aufgezeichnet wurde. Ramsey County umfasst die Großstadt St. Paul.

Der Fall verdeutlicht die zunehmenden Spannungen zwischen lokalen Behörden und der Einwanderungsbehörde ICE in den USA. Aus österreichischer Sicht zeigt dieser Vorfall die komplexen föderalen Strukturen der Vereinigten Staaten, in denen Bundesstaaten und Bezirke eigenständige Ermittlungen gegen Bundesbehörden einleiten können, ein Szenario, das im zentraleuropäischen Rechtssystem in dieser Form kaum vorstellbar wäre.

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