Die Zahlen sind erschreckend: Im ersten Quartal 2026 starben im Mittelmeer 150 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr. Und Europa schaut weg.
Wien, 7. April 2026 – Bei den jüngsten Schiffsunglücken im Mittelmeer sind mehr als 180 Menschen ums Leben gekommen beziehungsweise gelten als vermisst. Damit steigt die Gesamtzahl der Opfer im Jahr 2026 auf nahezu 1.000 – und das erst im April.
Die Zahlen sind nicht neu. Das Mittelmeer tötet seit Jahren. Aber allein im zentralen Mittelmeer sind in diesem Jahr etwa 765 Menschen gestorben – rund 460 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was einem Anstieg von über 150 Prozent entspricht.
Warum sterben mehr Menschen?
Der Iran-Krieg hat neue Fluchtbewegungen ausgelöst. Menschen aus dem Nahen Osten, aus Zentralasien, aus Ostafrika — sie alle versuchen den Weg nach Europa. Schleuser verdienen Milliarden. Europa debattiert.
„Diese Tragödien zeigen einmal mehr, dass zu viele Menschen weiterhin ihr Leben auf gefährlichen Routen riskieren“, sagte die Generaldirektorin der IOM, Amy Pope.
Österreich und die Verantwortung
Österreich ist kein Mittelmeerland – aber es ist Teil Europas. Und Europa trägt Mitverantwortung. Die Frage ist nicht nur humanitär. Sie ist auch politisch: Wer profitiert vom Chaos? Wer finanziert die Schleuser? Wer schaut weg?
Die zwei Seiten der Macht
Fast 1.000 Tote in drei Monaten. Das ist kein Naturereignis – das ist politisches Versagen. Europas Migrations- und Außenpolitik produziert Tote. YANUS wird das nicht verschweigen.
Dies ist der Beginn einer YANUS-Serie über Migration, Macht und europäische Verantwortung.









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