Lichtshows aus China: Wie ein Wuhaner Startup die Tourismusbranche neu erfindet
Aurora Digital Marketing beleuchtet den Yellow Crane Tower - und will die in die weite Welt
Die Abendvorstellung am Yellow Crane Tower kostet 120 Yuan – fast doppelt so viel wie tagsüber. Das Geld geht an die Stadtregierung. Die Technologie dahinter kommt von Aurora Digital Marketing.
500 Mitarbeiter. Durchschnittsalter 25 Jahre. Gegründet 2006 als Architekturbüro. Heute eines der führenden Unternehmen für digitale Lichtshows weltweit.
Was Aurora macht
Die Firma gestaltet Lichtshows für Touristenziele, Bahnhöfe, Flughäfen. 1.000 Kilowatt für eine einzige Show. Fünf Stunden Vorbereitung. Das System arbeitet mit energiesparender Technologie.
Der Yellow Crane Tower ist eines der meistbesuchten Nacht-Ausflugsziele Chinas – Top 10 landesweit. Aurora ist dafür mitverantwortlich. Aber das reicht ihnen nicht. Zentralasien ist das nächste Ziel. Danach: die Welt.
Der Konkurrenzkampf
CrystalStone Digital Technology wollte das beste Unternehmen Chinas in diesem Bereich werden. Und ging bankrott. Viele neue Unternehmen kämpfen um die Führungsposition – in China und weltweit.
Für europäisches Design gibt es laut eigenem Eingeständnis noch Respekt: „Europa ist konkurrenzfähiger im Design – reiche kulturelle Verbindungen.“ Aber das ist kein Kompliment – das ist eine Lücke die sie schließen wollen.
Die neue Seidenstrasse
China exportiert nicht nur Rohstoffe und Technologie – es exportiert Erlebnisse. Digitale Kultur, Lichttechnologie, Tourismusinfrastruktur. Das ist die neue Seidenstraße: nicht aus Stahl sondern aus Licht.