Während Russland die Ukraine bombardiert, fließen Milliarden durch europäische Finanzplätze. Eine Spurensuche.
Wien, 6. April 2026 – Ein russischer Gouverneur wurde diese Woche zu 14 Jahren Straflager verurteilt. Alexej Smirnow, ehemaliger Chef der Region Kursk, hatte von Baufirmen Schmiergelder kassiert – auch für Verteidigungsanlagen an der Grenze zur Ukraine.
Der Fall ist symptomatisch. Korruption ist kein Randphänomen des russischen Systems – sie ist sein Fundament.
Geld ohne Grenzen
Seit 2022 hat die EU Sanktionen gegen russische Oligarchen und Staatsunternehmen verhängt. Yachten wurden beschlagnahmt, Konten eingefroren.
Doch das Geld findet Wege. Über Briefkastenfirmen in Zypern, Malta, Luxemburg. Über Immobilien in Wien, Berlin, London. Über Kryptowährungen und Zwischenhändler in Dubai.
Europäische Banken haben russisches Kapital über Jahrzehnte willkommen geheißen. Der Kurswechsel
seit 2022 ist real – aber unvollständig.
Österreich im Fokus
Wien war lange bekannt als „Ost-West-Drehscheibe“ – auch für Geld. Österreichische Banken hatten
überdurchschnittlich starke Verbindungen zu russischen Finanzstrukturen.
Wie viel russisches Kapital noch immer durch österreichische Strukturen fließt – das ist eine Frage, die YANUS weiter verfolgen wird.
Die zwei Seiten der Macht
Sanktionen sind das eine. Durchsetzung das andere. Solange europäische Finanzplätze profitieren, sind Sanktionen mehr Symbol als Substanz.
Dies ist der Beginn einer YANUS-Investigativserie über russische Gelder in Europa. Hinweise und Dokumente nehmen wir entgegen unter: redaktion@yanus.at









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