Genf, Abu Dhabi, Istanbul — die Diplomatie reist um die Welt. Doch Russland blockiert, Trump pokert, und Europa schaut zu.
Wien, 6. April 2026 – Selenskyj war diese Woche in Istanbul, dann in Damaskus. Er schließt Sicherheitsabkommen, sucht Verbündete, tauscht Drohnen-Expertise gegen Luftabwehrraketen. Die Ukraine kämpft nicht nur an der Front – sie kämpft auch diplomatisch um ihr Überleben.
Doch die eigentlichen Friedensgespräche stecken fest.
Die Lage
Nach Gesprächsrunden in Abu Dhabi und Genf ist wenig passiert. Russland fordert den vollständigen Rückzug der Ukraine aus den Gebieten Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson – Gebiete, die zum Teil noch von ukrainischen Truppen gehalten werden. Für Kiew ist das inakzeptabel.
Selenskyj hat angeboten: Waffenruhe über Ostern, Einfrieren der Frontlinie, sogar ein Referendum. Moskau lehnt ab. Putin will keinen Waffenstillstand – er will einen vollständigen Friedensvertrag, zu seinen Bedingungen.
Trumps Rolle
Washington vermittelt – aber immer weniger. Der US-israelische Krieg gegen den Iran lenkt die Aufmerksamkeit der USA ab. Selenskyj sorgt sich öffentlich, dass Luftabwehrsysteme aus den USA nun in den Nahen Osten umgeleitet werden könnten.
Eine US-Delegation soll noch im April nach Kiew kommen — nach dem orthodoxen Osterfest am 12. April. Ob das neue Impulse bringt, ist offen.
Die zwei Seiten der Macht
Hier zeigt sich das YANUS-Prinzip besonders deutlich: Frieden in der Ukraine scheitert nicht an fehlendem
Willen der Menschen — er scheitert an den Machtkalkulationen der Großen. Putin braucht den Krieg. Trump braucht einen Deal. Und Europa?
Europa darf nicht mal am Tisch sitzen.
YANUS verfolgt die Entwicklungen weiter. Nächste Analyse: Was ein Einfrieren der Frontlinie für Österreich und die EU bedeuten würde.









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