{"id":3477,"date":"2026-08-22T21:25:23","date_gmt":"2026-08-22T19:25:23","guid":{"rendered":"https:\/\/yanus.at\/?p=3477"},"modified":"2026-08-22T21:25:23","modified_gmt":"2026-08-22T19:25:23","slug":"correctiv-test-ki-chatbots-faelschen-nachrichten-von-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yanus.at\/ru\/correctiv-test-ki-chatbots-faelschen-nachrichten-von-medien\/","title":{"rendered":"CORRECTIV-Test: KI-Chatbots f\u00e4lschen Nachrichten von Medien"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien, 08. August 2026. Eine Recherche von CORRECTIV zeigt, dass sich mit g\u00e4ngigen KI-Chatbots wie ChatGPT, Google Gemini und Microsoft Copilot gef\u00e4lschte Nachrichtenbeitr\u00e4ge erstellen lassen, die aussehen, als stammten sie von real existierenden Medien. Besonders bei sensiblen Themen konnten die Tester Inhalte generieren, die etablierte Redaktionen imitieren, ohne dass die Systeme dies zuverl\u00e4ssig verhindern.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u041e\u0431\u0449\u0430\u044f \u0438\u043d\u0444\u043e\u0440\u043c\u0430\u0446\u0438\u044f<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">KI-Chatbots werden von Millionen Menschen t\u00e4glich genutzt, auch um sich \u00fcber aktuelle Ereignisse zu informieren. Die gro\u00dfen Anbieter wie OpenAI, Google und Microsoft haben Sicherheitsmechanismen eingebaut, die verhindern sollen, dass ihre Systeme f\u00fcr Desinformation oder Identit\u00e4tsmissbrauch verwendet werden. Wie wirksam diese Schutzma\u00dfnahmen tats\u00e4chlich sind, wurde bislang selten systematisch gepr\u00fcft.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">CORRECTIV, eine deutsche gemeinn\u00fctzige Rechercheredaktion, hat genau das getestet. Die Journalisten forderten die Chatbots auf, Artikel zu verfassen, die im Stil und Erscheinungsbild bekannter Medien gehalten sind, inklusive fingierter Zitate und Quellenangaben.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u041d\u043e\u0432\u044b\u0435 \u0444\u0430\u043a\u0442\u044b<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut CORRECTIV-Recherche gelang es den Testern bei ChatGPT am einfachsten, gef\u00e4lschte Beitr\u00e4ge zu produzieren, die den Anschein erwecken, von echten Nachrichtenportalen zu stammen. Die gr\u00f6\u00dften Sicherheitsl\u00fccken wurden demnach bei OpenAIs Produkt festgestellt, w\u00e4hrend Google und Microsoft in Teilen strengere Schutzmechanismen zeigten, aber ebenfalls nicht fehlerfrei blieben.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tester konnten laut Bericht auch zu gesellschaftlich sensiblen Themen Inhalte erzeugen, die auf den ersten Blick seri\u00f6s wirken. Das Problem: Solche Texte lassen sich in sozialen Netzwerken leicht verbreiten und sind f\u00fcr Laien kaum von echten Berichten zu unterscheiden, wenn Logo oder Layout einer bekannten Marke imitiert werden.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">CORRECTIV betont in seiner Analyse, dass die Chatbot-Anbieter zwar Richtlinien gegen Missbrauch ver\u00f6ffentlicht haben, diese in der Praxis aber nicht konsequent durchgesetzt w\u00fcrden. Die Recherche liefert damit erstmals konkrete Beispiele daf\u00fcr, wie einfach sich der Ruf etablierter Medienmarken f\u00fcr Falschinformationen missbrauchen l\u00e4sst.<\/p>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u0420\u0435\u0430\u043a\u0446\u0438\u0438<\/h3>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Offizielle Stellungnahmen von OpenAI, Google oder Microsoft zu den konkreten CORRECTIV-Befunden waren zum Zeitpunkt der Ver\u00f6ffentlichung nicht bekannt. Medienh\u00e4user, deren Namen f\u00fcr die Tests verwendet wurden, \u00e4u\u00dferten sich laut CORRECTIV besorgt \u00fcber die M\u00f6glichkeit, dass ihre Marken f\u00fcr Falschinformationen benutzt werden k\u00f6nnen, ohne dass sie dies verhindern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In \u00d6sterreich und Deutschland fordern Medienverb\u00e4nde seit l\u00e4ngerem strengere Regeln f\u00fcr den Umgang mit generativer KI, insbesondere wenn es um die Nutzung von Marken und Redaktionsnamen geht. Konkrete gesetzliche Vorgaben dazu existieren bislang nicht fl\u00e4chendeckend.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ergebnisse aus Deutschland lassen sich unmittelbar auf \u00d6sterreich \u00fcbertragen, da die getesteten Chatbots hierzulande genauso verf\u00fcgbar und genutzt werden. F\u00fcr den heimischen Medienmarkt, der ohnehin mit sinkendem Vertrauen in Nachrichten k\u00e4mpft, bedeutet die Recherche eine zus\u00e4tzliche Herausforderung: Wenn sich F\u00e4lschungen kaum noch von echten Beitr\u00e4gen unterscheiden lassen, steigt der Druck auf Leser, Quellen genauer zu pr\u00fcfen, und auf Plattformen sowie Gesetzgeber in der EU, technische und rechtliche Antworten zu finden. Die EU-Kommission arbeitet im Rahmen des AI Act bereits an Kennzeichnungspflichten f\u00fcr KI-generierte Inhalte, deren praktische Umsetzung aber noch offen ist.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Quelle: correctiv.org | <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/datenschutz\/2026\/08\/03\/ki-test-so-einfach-lassen-sich-nachrichten-mit-chatgpt-und-co-faelschen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u041e\u0440\u0438\u0433\u0438\u043d\u0430\u043b\u044c\u043d\u0430\u044f \u0441\u0442\u0430\u0442\u044c\u044f<\/a><\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie leicht sich mit ChatGPT gef\u00e4lschte Artikel bekannter Redaktionen erzeugen lassen, zeigt eine aktuelle Recherche<\/p>","protected":false},"author":3,"featured_media":3476,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_seo_schema_type":"","_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"{title}\n\n{excerpt}\n\nMehr lesen: {url}\n\n{tags}\n#YANUS","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"_wpas_customize_per_network":false},"categories":[21,48],"tags":[],"class_list":["post-3477","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-investigativ","category-oesterreich"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/yanus.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/pixabay_4881488.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yanus.at\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3477","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yanus.at\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yanus.at\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yanus.at\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yanus.at\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3477"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/yanus.at\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3477\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3608,"href":"https:\/\/yanus.at\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3477\/revisions\/3608"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yanus.at\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3476"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yanus.at\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3477"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yanus.at\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3477"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yanus.at\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3477"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}