ByteDance sichert sich Kredit über 29,6 Milliarden Dollar von Banken-Konsortium
Die TikTok-Mutter weitet eine geplante Kreditlinie deutlich aus, nachdem internationale Banken mehr Nachfrage zeigten als erwartet.
Der chinesische Technologiekonzern ByteDance bereitet einem Bericht zufolge einen syndizierten Kredit über 29,6 Milliarden US-Dollar vor.
Ursprünglich war eine Kreditlinie von 20 Milliarden US-Dollar geplant, die Summe wurde jedoch aufgrund starker Nachfrage seitens der beteiligten Banken aufgestockt.
Die Transaktion ist noch nicht formell unterzeichnet, einzelne Institute bestätigen derzeit ihre jeweiligen Anteile.
Verwendung der Mittel
Die Gelder sollen laut den vorliegenden Informationen für allgemeine Unternehmenszwecke eingesetzt werden. Eine genauere Aufschlüsselung, etwa für Investitionen in Rechenzentren, künstliche Intelligenz oder internationale Expansion, liegt bisher nicht vor.
ByteDance zählt mit Plattformen wie TikTok und Douyin zu den umsatzstärksten Digitalkonzernen weltweit.
Ein Kredit dieser Größenordnung
Syndizierte Kredite in dieser Höhe sind auch im globalen Bankwesen ungewöhnlich und setzen ein Konsortium mehrerer internationaler Geldhäuser voraus, die das Risiko gemeinsam tragen.
Dass die ursprünglich angepeilte Summe von 20 auf 29,6 Milliarden US-Dollar erhöht wurde, deutet auf eine breite Bereitschaft der Kreditgeber hin, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Details zu den beteiligten Banken oder zu Zinskonditionen wurden bislang nicht veröffentlicht.
Weitere Finanzierungspläne
Berichten zufolge zieht ByteDance zusätzlich weitere Finanzierungsoptionen in Betracht, ohne dass dazu bereits konkrete Details vorliegen. Der Konzern hat in den vergangenen Jahren wiederholt größere Kapitalmaßnahmen durchgeführt, um seine globale Expansion und den Ausbau seiner technischen Infrastruktur zu finanzieren.
Für europäische und österreichische Marktteilnehmer ist die Finanzierungsrunde vor allem im Hinblick auf internationale Banken relevant, die traditionell an solchen Konsortialkrediten für asiatische Technologiekonzerne beteiligt sind, darunter auch europäische Großbanken mit Kapitalmarktgeschäft in Asien.
TikTok beschäftigt zudem mehrere Hundert Mitarbeiter in Europa, unter anderem in Dublin, wo der europäische Hauptsitz des Unternehmens liegt.
Sollte ByteDance einen Teil der Mittel in den Ausbau von Rechenzentren oder KI-Infrastruktur investieren, könnte dies auch Zulieferer aus dem europäischen Halbleiter- und Serverbereich betreffen, konkrete Aufträge sind derzeit jedoch nicht bekannt.
Quelle: TechNode | Originalartikel